Liebe

04Aug2015

Hallo Ihr Lieben,

Wie bereits im letzten Eintrag angekündigt, kam Tessa mich besuchen :D Das war zuerst alles ziemlich aufregend, vor allem, weil ich sie schon eine Nacht früher erwartet hatte und als sie dann nicht ankam ziemlich Panik bekam, nur um bei einem Anruf festzustellen, dass wir die letzten Monate über ihre Ankunft wohl etwas aneinander vorbeigeredet hatten (ebenso über ihren Abflug).

Zusammen sind wir dann 12 Tage quer durchs Land gereist von Tel Aviv über Ein Kerem, Tiberias, Tabgha, Nazareth und Haifa. Es war total schön sie da zu haben, die Nächte durchzuquatschen und gemeinsam nochmals neue Dinge in Israel zu entdecken :D

  Frozen Yoghurt Damascus Gate Jerusalem vom Ölberg Hiskia Tunnel Festival Jerusalem Tel Aviv Pizza backen :D Auf dem Weg nach Yad vaShem Blick von Ein Kerem Tabgha Haifa

 

Das einzige was das alles ein bisschen überschattet hat waren die Rückenschmerzen, die ich seit Ende Juni hatte. So musste ich leider schon sehr früh von der wunderbaren Strandparty mit der anderen Hagos gehen, weil die Schmerzen mich doch ziemlich belasteten.

Am nächsten Tag ging ich dann direkt zum Arzt, der beschloss, dass es entweder eine Entzündung im unteren Rücken sei oder etwas mit den Bandscheiben. Auf jeden Fall konnte ich keine Patienten mehr heben oder drehen und so arbeitete ich noch 4 weitere Spät- bzw. Nachtschichten in denen ich Extraaufgaben erledigte und Klingeln beantwortete und bekam zusätzlich Medikamente gegen die Entzündung.

Mein Rücken wurde allerdings nicht besser und so traf ich Montagnachmittag (20.07.) mit Absprache von Leitern und dem Arzt vor Ort die Entscheidung, dass ich bereits am Mittwoch (2 Tage später) heimfliege. Die letzten Tage wurden dann noch genutzt zum Packen, Kaffee trinken, Abschied nehmen von Patienten, Mitarbeitern, Frenchlern und Hagos.

Hagos Ein paar Frenchler Habibtis <3

Am Flughafen angekommen wollte meine Fluggesellschaft mein Gepäck partout nicht haben (ich bekam es 3 Mal zurück!), wodurch ich beinahe den Flug verpasst hätte. Ich kam dann doch gut in Deutschland an. Der Pilot drückte allerdings ordentlich auf die Tube und so ging der Flug der eigentlich 4:15h gehen sollte nur 3:15h und überraschte damit auch meine family :D

Das unerwünschte Gepäck :D Sonnenbrille ohne Gläser... Balast loswerden... Was Freunden ganz schön peinlich ist...

Jetzt habe ich noch einen Monat um mit allen ein bisschen Wiedersehen zu feiern und mich wieder einzuleben um dann am ersten September den Umzug nach Reutlingen anzutreten. Dort werde ich dann mein Studium im Bereich International Business beginnen.

Essen mit der Family Gutes deutsches Essen :D Lieblinge <3 Märchengarten <3 Jana Belina Brucher - Süße neue Cousine

Der Flug und die Reise nach Israel war für mich ein rießen Act: ein neues Land, neue Leute, so lange von daheim weg, neue Sprache, neue Kultur,... Ich habe mich so weit weg von allem und allen gefühlt und dann sitze ich im Flugzeug auf dem Weg nach Deutschland und ein Flug, der nicht einmal mehr so lang ist wie die Busfahrt von Jerusalem nach Eilat befördert mich zurück in die Heimat. Die Welt ist für mich viel kleiner geworden, Abschiede fühlen sich nicht mehr so endgültig an und nach diesem Jahr und allem Erlebten fühle ich mich stärker und reifer, weiß mehr wer ich bin und bin zufrieden damit.

 Man wird selbständiger, lernt Probleme selbst zu lösen oder wenn das nicht möglich ist, um Hilfe zu bitten.

Die Zeit in Israel würde ich um nichts in der Welt missen wollen. Ich habe wundervolle Leute kennengelernt, die zu Freunden wurden, die über meine Zeit in Israel hinaus Teil meines Lebens bleiben werden.

Ich habe gelernt Abschied zu nehmen von Patienten, aber auch von Freunden die man eine Zeit lang nicht wiedersieht. Man lernt die Welt mit anderen Augen zu sehen, das zu schätzen was man im Moment nicht hat. Für das was selbstverständlich war entwickelt man eine neue Dankbarkeit (gutes, preiswertes Essen, einfache Kommunikation,...) und lernt mit dem zufrieden zu sein was man hat und sich nicht immer mehr zu wünschen, oder dem hinterherzutrauern, was man nicht mehr hat.

Mir wurde bewusst, dass lieben kein Gefühl ist sondern eine Entscheidung die man trifft und durch die man Menschen mit anderen Augen sieht und kennenlernt, egal ob es sich "lohnt", weil man ein paar Monate später geht, sie jeden Moment sterben könnten oder sie sich so verhalten, dass man meint sie verdienten es gar nicht. Das bedeutet auch, Licht zu sein. Es macht alles einfacher: die Arbeit, glücklich zu sein, sich selbst zu sein. Es verändert Menschen und wie sie sich dir gegenüber verhalten. Man öffnet auch ihnen neue Türen.

Es waren neun Monate mit Höhen und Tiefen, aber in und durch die Schwierigkeiten hab ich immer wieder erlebt, dass Gott gut ist und mich mit allem versorgt was ich brauche, auch wenn das nicht immer so aussieht, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich bin froh, dass ich ihn in dem Ganzen dabei hatte, von ihm lernen konnte und durch ihn verändert wurde.

Danke auch euch für die Unterstützung, die vielen lieben Gespräche und die herzliche Wiederaufnahme hier im Land. Es fühlt sich schön an, wieder DAHEIM zu sein!

Und damit geht eine fantastische Zeit zu Ende und ein neuer Abschnitt kommt!

 

S ommer

27Juni2015

Hallo meine Lieben :)

Es ist mal wieder höchste Zeit für einen Blogeintrag, vor allem, da mich die meisten momentan nur schwer oder gar nicht erreichen können, aufgrund des Fehlens meines wunderbaren, sehr geliebten Handys... Falls du das liest liebes Handy, bitte, komm zurück!!

S       eminar

Der letzte Monate hatte einen wunderbaren Start durch unser Seminar in Latrun. Das Seminar lief unter dem Motto "Schätze" und der Schwerpunkt war die Reflexion unserer Erlebnisse hier und das Bewusstmachen, welche Schätze wir gesammelt haben. Wir hatten sehr viel freie Zeit, in der wir uns untereinander nocheinmal treffen konnten, quatschen oder nachts spazieren gehen, was uns glaub ich als Hago-Truppe echt zusammengeschweißt hat!

Ich fand, dass es der perfekte Moment für dieses Seminar war, da man noch zwei Monate hat und noch nicht gleich weg geht, man auf diesem Seminar aber nocheinmal ganz neu Prioritäten setzen konnte anhand dessen, was man das Jahr über so mitgenommen hat.

Mir ist bewusst geworden, wieviel sich in diesem Jahr doch verändert hat und wie reich beschenkt ich wieder heimkomme und das motiviert für die letzten Monate und schafft Dankbarkeit, vor allem, wenn es mal nicht so einfach ist :)

Viel Lobpreiszeiten Kreativ gestaltete Abschiede.... bei denen sich jeder als jemand anders ausgab und es dennoch so eindeutig war, wen sie darstellen sollten :D Zeit für Gemeinschaft (Ligretto) Der Gang nach Emmaus Der mit einer Wasserschlacht endete... Ich würde euch ja gerne das wunderschöne Frisur + rießen spanische Rose Ergebnis zeigen... aber das Bild war auf meinem Handy :( Schlag den Shrimp und Volleinsatz unserer Leiterin <3 Die Übriggebliebenen- strahlend- voll im Licht :D

S     cheinen

Nach dem Seminar sind wir am gleichen Abend auf das Lichterfest in Jerusalem gegangen. Das ist auch einfach so typisch: Zwei Wochen kein Fest, da muss wieder irgendwas stattfinden selbst in Form eines Lichterfestes im Hochsommer :D Leider fehlen mir auch hier viele Bilder, aber zum Glück gibt es Freunde, die da noch ein paar haben :D

An den Mauern und Häusern Jerusalems Die Truppe :D

 S       trand Klappe die Erste

Ein paar Tage später haben Kaelusch, Zwidusch und ich spontan beschlossen an den Strand zu fahren. Da wir etwas Neues sehen wollten, fuhren wir nach Ashkelon und während wir uns dort im Meer vergnügten und unsere Sachen umgeben von haufenweise anderen Leuten standen, wurden mein Handy und mein Geld geklaut.

Als ich vom Meer zurückkam sprach mich noch ein Jugendlicher an, dass eben zwei Männer an meiner Tasche gewesen seien und dort rumgewühlt hätten und mir vermutlich etwas geklaut wurde, was mich erstmal etwas sprachlos dastiehen ließ, dass sie dabei einfach zuschauten und womöglich noch nett grüßten. Auf alle Fälle ist mein Handy seit dem weg, ich war auch bereits bei der Polizei (was auch wieder so eine Geschichte für sich ist, ähnlich wie die mit dem Krankenhaus), aber die Chance es zurückzubekommen geht gegen 0.

Dementsprechend war ich ziemlich frustriert als wir wieder zurück nach Jerusalem fuhren, aber da wir uns mit ein paar anderen Frenchlern im  Kino verabredet hatten für Pitch Perfect 2 (eine Truppe aus Deutschen und Amis, was den ganzen Film noch viel amüsanter macht) und als wir anschließend gegen 11  aus dem Kino rauskamen, standen oben lauter Menschen und haben getanzt. Da ließen wir uns nicht zweimal bitten und haben mitgetanzt und so lernte ich an diesem Abend die Grundschritte des Tangos und des Rock'n'Rolls :D

Blick zum Strand Schäkern auf der Hinfahrt Das letzte Bild bevor es verschwand  Kinoooooo mit Kaelusch und Zwidusch 

S           chweiß

Die nächste Aktion fand wieder mit ein paar Frenchlern statt in Form von einer Wanderung, in Ein Gedi im Hochsommer :D ABER es war der hammer! Es war keine einfache Wanderung, sondern mehr wie ein Abenteuer da man durch die ekligsten Wasserlöcher schwimmen musste zusammen mit toten- nebeneinemschwimmenden-Ratten, oder sich über 10 Meter runterlassen und den Rest springen musste, es war einfach gigantisch! Wir hatten viel Spaß, haben viel gelacht, viele Lieder zitiert und hatten einen wunderschönen Tag, auch wenn wir 2 Stunden auf unseren Bus zurück warten mussten -.-

  Zu Beginn My dear American friend <3 Einfach schwimmen einfach schwimmen einfach schwimmen schwimmen schwimmen I came in like a wrecking-ball It's going down- I'm yelling timber Rucksack und Essen gemischt mit dem leckeren Wasser durch das wir schwammen Appartement B Die Mädels  Veschberpause- von dem was nicht nass wurde oder zumindest nur ein bisschen ;) Das End vom Lied :D Alle haben überlebt... bis auf Kaelas Handy

 S            trand Klappe die Zweite

Nur zwei Tage später starteten wir als Hagoshrimps eine Aktion die da hieß: "Wir übernachten alle am Strand von Cäsarea" und fast alle waren sogar da! Wir verbrachten den Abend mit Baden im Meer, zusammen singen, Spiele wie "Let me see your funky chicken" zu spielen, zu quatschen und einfach Gemeinschaft zu haben. Svedi und ich kamen ein bisschen später, weil wir zuvor noch auf einem Geburtstag waren und als wir dann dazukamen, hatte es fast ein bisschen das Gefühl von Heimkommen, weil man direkt willkommen geheißen wurde und mitreinigenommen,... Mir ist dabei so bewusst geworden, wie sehr meine Mithagoshrimler doch zu einer Familie geworden sind.

Die Nacht an sich war dann ganz spannend aufgrund des vielen Sandes, einiger komischer nächtlicher Besucher,... aber zum Einschlafen das Meeresrauschen zu hören hat alles wett gemacht :D

Lägerle Viola :D Frühstück :D

 S      chlusswort

Der Monat ging wie immer sehr schnell vorbei und war wunderschön, auch wenn ich soviel gearbeitet habe, wie noch in keinem anderen Monat und das auch deutlich an meinem Rücken spüre (29.5 schichten). Ab dem 1. Juli hab ich jetzt jedoch bis auf eine Frühschicht zwei Wochen Urlaub und anschließend nur noch ein paar Nachtschichten, sodass ich meine Zeit hier in Israel ganz entspannt beenden kann.

Jetzt erwartet mich gleich ein Abschiedsessen, dass wir für eine unserer Leiterinnen vor Ort vorbereitet haben, deren Dienst jetzt aufhört und morgen dann noch die Abschiedsfeier von Trent, unserem heißgeliebten Amerikaner, den wir gebührend verabschieden werden mit einer Taylor Swift Tanzparty, die mit einem Flashmob auf dem Safra Square beginnt.... :D 

Es wird natürlich dokumentiert und für die Nachwelt aufgehoben haben wie ein paar verrückte Frenchler direkt vor den Mauern der Altstadt um einen großen Jungen herum tanzen werden ;O

Für Juli steht jetzt noch an, dass Tessa kommt *____* (und mir ein neues Handy mitbringt sodass ich wieder erreichbar bin), außerdem die nächste Hagoshrim-Strandparty und dass wir Ende des Monats unsere Hago-Nachfolger kennenlernen :D

Somit wärt ihr wieder auf den neusten Stand der Dinge gebracht :D

Ich freue mich von euch zu hören und hoffe ihr habt eine gute Zeit!

Yalla Bye,

Eure Bea

S     onstiges

Die gesamte Nachmittagsschicht mit Schoki und Schinken :D Etwas zum Naschen für die Doppelschichtler :D  Bei einer Nurse zum Essen eingeladen und das Resultat von wohlgefüllten Mägen :D Ein letztes Mal Karaoke mit Trent :( Wir werden ihn vermissen... Oh und meine Haarfarbe hat sich wieder geändert :D Haare gefärbt :DFrisuren :DIt's just... you know  Saidaleeeee <3 Schön frisiert und topmotiviert :DTessa wird kommen *__*

Die Schönheit des Nordens

31Mai2015

Die letzten Tage wurde hier mal wieder gefeiert bist zum geht nicht mehr. Am Tag nachdem wir aus Tel Aviv zurückkamen, war ein paläestinensischer Feiertag und am Sonntag danach direkt der Jerusalem Day, ein jüdischer Feiertag. Diese Feiertage arten leider beide oftmals  aus und gehen jeweils gegen die andere Religion. So sind am Jerusalem Day wieder rießige Menschenmassen unterwegs, es kann aber auch zum Werfen von Steienn oder Rufen in Richtung "Araber raus" und wesentlich schlimmer kommen. Wir haben uns deshalb einfach rausgehalten und sind den Menschen nur begegnet, als wir nach der Gemeinde heimgelaufen sind :)

♥ 

Nur eine Woche später, am gleichen Tag wie der Pfingstsonntag, beginnt bei den Israelis Shavuot, das Wochenfest. Hierbei wird einerseits für die Tora gedankt (Empfangen der 10 Gebote) und andererseits ist es das Fest der Erstfrüchte. Die Juden studieren die ganze Nacht von Samstag bis Sonntag in der Synagoge die Tora (bei ganz viel Eiscreme umsonst, da es auch der Urlaub der Eiscreme/Milchprodukte ist, da die Tora mit Milch verglichen wird) und machen sich dann um 4 Uhr morgens auf den Weg zur Klagemauer um das Shma Israel zu beten... und ja... wir haben uns diesen Spaß auch gegeben, bevor wir dann unsere Frühschicht arbeiteten.

Es war echt krass zu sehen, wie viele Menschen sich dort an der Klagemauer trafen, von denen kaum Touristen waren, weil es für die vermutlich einfach viel zu früh am Morgen war ;)

Besonders beeindruckt hat mich dabei, dass gerade als die Sonne aufging und alle Juden anfingen zu schweigen und zu beten, sehr viele Tauben in die Luft flugen und über unseren Köpfen kreisten, wie ein perfect geplanter special effect!! :D

  verschwommen, viel zu früh morgens mit Emily und Konrad :D

Nachdem wir am Montag den Abschied von Emily, meiner englischen Mitbewohnerin gefeiert haben, sind Kaela und ich am Dienstagmorgen relativ spontan in den Urlaub in den Norden Israels gefahren, weil die Gegend dort einfach so schön ist! Kaela war am gleichen Ort nur wenige Tage voher gewesen und kannte dadurch unseren Gastgeber, Avi schon, den man immer entweder mit einer Bierflasche in der Hand, oder einem Glas voll Wodka-Limonade sah, während er seine Zigaretten rauchte :D Da gab es dann schon beim buchen ein paar Missverständnisse, weil Kaela ihm mehrmals sagen musste, WER denn jetzt genau kommt, nämlich "me and my friend".

Als wir dann da waren, war er jedoch einfach super! Er hat uns gleich gezeigt, wie wir an eine kleine Wasserstelle kommen, nur leider nicht den optimalen Weg sondern den kürzesten: einen steilen Hang hinuter durch pures Gestrüpp, sodass die Beine schon nach wenigen Metern minimal verkratzt waren :D Zurück hat er uns dann mit seinem schwarzen Araberhengst Zoro abgeholt, der uns dann den Berg hochgetragen hat!

Anschließend hat Avi uns an einen See in der Nähe gefahren und uns die Aussicht gezeigt. Es ist soooo schön dort!! Und man brauchte an diesen See ca. 15-20 Minuten mit dem Auto und ein deutscher würde diese Strecke seinem Auto NIEMALS antun, aber bei Israelis ist das halb so wild. Avi war allgemein super nett und hat uns überall hingefahren. So durften wir am nächsten Tag sein Kayak ausleihen und damit auf dem See herumpaddeln, hat uns zum Supermarkt gefahren wenn wir Essen brauchten, Pferdefarmen gezeigt, Kirschfarmen,... Ohne ihn und sein Auto hätten wir wesentlich weniger machen können und das auch nur mit einem rießen Zeitaufwand durch langen Fußmärschen.

Diese erste Nacht war leider ETWAS unruhig, obwohl wir uns unser Zelt selbst aussuchen durften, denn Avi hat auf seinem Campingplatz neben Zoro noch einen Maulesel, zwei weitere Esel, zwei Hähne (die meiner Meinung nach dement sind, weil sie nicht nur am Morgen sondern 24 Stunden krähen), Hühner, zwei kleine Hunde (von denen einer ALERGIA heißt) und einen großen Hund... Max...

Als wir also abends schlafen gingen und gerade wegdösten, öffnete sich auf einmal die Tür und im nächsten Moment hat sich etwas auf mich draufgelegt. Ich war erstmal eine Mischung aus perplex, geschockt und verängstigt, bis ich Max erkannte. Der Bursche wurde dann erstmals hochkannt rausgeschmissen. Man sollte sich niemals zwischen mich und meinen wohlverdienten Schlaf stellen :D

Die nächste Nacht schliefen wir dann in einem Häuschen mit wunderschönem Ausblick, da eine Gruppe von 60 amerikanischen relativ orthodoxen Juden ankam und somit kein Platz mehr für uns war, da wir (mal wieder spontan) doch noch eine Nacht länger blieben. Dieses Häuschen war der hammer und der Blick *___* Schaut es euch selbst in den Bildern an :D

Ich hatte mal wieder einen wunderschönen Urlaub und auch wenn (noch) kein neuer geplant ist, freu ich mich schon wieder auf den nächsten!!

Der erste Eindruck... Der See Unsere Unterkunft Das Zelt und Kaelusch Unser Nachtlager auf dem wir Besuch bekamen :D Morgendliches Selfie :) Alergia, der kleine Pizza und Käsedieb Über dem Feuer selbstgemachte Pizza *__* Der Ausblick vom Haus *__* Das zweite Nachtlager und Max :D Das Kayak :D

Als ich dann am nächsten Abend heimkam, hab ich nach viel balagan, verpassen und einem kurzfristigen Schichttausch noch meine liebe Conny treffen können :D Nach einem gemeinsamen Abendessen haben wir noch die Lichtshow in der Altstadt genossen bevor sie am nächsten Tag leider schon wieder weitermusste. Wiedersehen macht Freude!!!!!

Morgen geht es dann auf unser letztes Seminar in Latrun, auf das ich mich einerseits schon sehr freue, weil es eben Latrun ist, aber andereseits auch mit einem weinenden Auge hingehe, heißt es doch von vielen Mitvolontären Abschied nehmen und auch von einer meiner Leiterinnen hier vor Ort.

Ich hoffe, euch daheim geht es allen gut! Ich freu mich schon auf Zuhause, immerhin erwartet mich ja ein wunderschöner Garten von dem ich immer wieder die aktuellsten Bilder bekomme ;)

Hab euch lieb,

Eure Bea

  Gartenarbeiten daheim... Mit ansehlichem Resultat #Jerusalem5Uhrmorgens#Nachtschicht

 

Wurzeln

17Mai2015

 Guten Abend bzw. Gute Nacht :D

Bei mir ist momentan 1:11 und ich arbeite eine Nachtschicht. Das Gute an denen ist, dass man viel Zeit hat und so auch gut dazukommt, meine Lieben daheim mal wieder auf den neusten Stand zu bringen. (Außerdem ist nachts das Internet besser und im Krankenhaus sowieso :D)

Nach meinem letzten Blogeintrag verbrachte ich 4 wunderbare Tage in Eilat. Wir hatten teilweise bis zu 44 Grad und sind jedes Mal als wir vom Strand hochkamen und den ewig langen Berg zu unserem Shelter wieder hochgekraxelt sind beinahe eingegangen. Wir brauchten vermutlich auch die doppelte Zeit von dem, was man normal brauchen würde, da bei uns alles auf Sparfrequenz schaltete :D

Deshalb gestalteten wir unsere Tage so, dass wir morgens früh aufstanden und etwas unternahmen, anschließend einen Mittagschlaf im Shelter oder am Strand machten und abends wieder loszogen.

In Eilat hab ich die einmalige Erfahrung des Kamelreitens gemacht und nachdem es anfänglich einige Schwierigkeiten gab, weil Svedis Kamel Johanne wortwörtlich zum Fressen gern hatte, auch als man ihm das Maul zuband, ging unser Ritt dann doch gut und wir alle haben uns über eine Erfahrung dieser Art gefreut.

Ein weiteres Highlight war der Flug mit so einer leuchtenden Kugel, in der ich mit Svedi saß, die dann gegen Himmel geschleudert wurde und sich dabei drehte :D Huuui wurde man da durchgepustet!

Etwas ganz Besonderes war es auch ENDLICH mal wieder einen unkoscheren Burger zu essen. Wenn du hier in Jerusalem in einen Megges gehst, sind die eigentlich alle koscher, heißt im Klartext entweder Fleisch ODER Käse. Eilat ist da zum Glück echt unkoscher mit seinen richtigen Burgern und das zwar immer noch deutlich teurer als in Deutschland, aber noch im Rahmen. Da haben wir uns dann natürlich erstmal gegönnt :D

Eilat ist auch bekannt für seine schöne Unterwasserwelt, die wir an verschiedenen Stränden dank der Schnorchelsets der Beitorler erkunden durften. Leider hab ich keine Unterwasserkamera, sodass ich euch Bilder zeigen könnte, aber ich hab wunderschöne Fische gesehen und bin mit vielen Doris von Findet Nemo geschwommen *___*

 

Ankunft Tolle Begleitung ^^ Blick auf Jordanien Abendliche Aktivitäten Strandchiller Oberbosse Super Gängster Eilat Crew Laui <3 Unkosheres Essen!! Und mal wieder Megges! Bevor wir wussten, dass wir noch 1,5km zur Kamelfarm laufen müssen,...

Am ersten Mai gab es dann direkt wieder etwas zu feiern, nämlich einerseits den Geburtstag der Leiterin des Frenchs und andererseits den 50. von einer sehr lieben französischen Volontärin, die ein bisschen wie eine Mami für uns ist. Dafür haben wir draußen zwei rießen Tische mit Kerzen vorbereitet, Unmengen an Luftballons im ganzen Garten verteilt und viele leckere Sachen gebacken und den Abend in vollen Zügen genossen!

 Finde Kaela

 Das hat der Sohn von einem unserer Patienten aufgehängt.Einer unserer Patienten Mein Name!!

Immer mal wieder wird auch abends noch ausgegangen und eine unserer liebsten Bars ist nur 3 Minuten zu Fuß vom French und ist eine Karaokebar in der wir uns gerne die Seele aus dem Leib singen :D 

Svidusch <3

Zwischendurch herrschte natürlich mal wieder big balagan, da zeitweise in meiner Wohnung in der normal 6 Mädels Leben 12 Leute im kleinen Wohnzimmer rumhingen und während und nachdem wir in Eilat waren glaub ich plus minus 8 verschiedene Leute bei uns in der Wohnung geschlafen haben. In dem ganzen balagan war ich mit einer der Leiterinnen unserer Organisation und einer Ex-French-Hagoshrimvolontärin (die auch bei uns übernachtete) in Latrun für einen Gottesdienst. Das war wirklich wie eine Auftankoase der Ruhe und Erholung für mich und ich hab mich dort so wohl gefühlt, dass ich spontan beschloss am nächsten Wochenende auf ein hebräisches Schweigewochenende (von Freitag Morgen bis Samstag Abend) zu gehen.

Die Zeit vor Latrun war für mich psychisch ziemlich anstrengend. Innerhalb von zwei Wochen starben 5 Patienten, darunter eine meiner zwei Lieblingspatientinnen. Am Donnerstagabend vor diesem Wochenende war ich noch mit ein paar Freunden einen frozen yoghurt essen, als ich die SMS von Svedi bekam, dass es ihr absolut nicht gut ging. Wir begaben uns also zügig auf den Heimweg und versuchten vom einen Handy aus jemanden zu organisieren der ihre Nachtschicht übernahm und vom anderen Handy aus die Schwester zu erreichen, die für uns verantwortlich ist, da wir sie informieren mussten, leider beides erfolglos. Als wir dann am French angekommen waren fanden wir dann sowohl die Schwester, als auch jemand der die Schicht übernahm und nachdem mich die liebe Schwester mal wieder zusammengeschrien hatte wie so oft (Waschmaschine geht kaputt -> Warum habt ihr sie kaputt gemacht?!; Dusche ist verstopft -> ihr dürft nicht zu zweit gleichzeitig duschen ->??!!;), weil wir ihr nicht früher gesagt hatten, dass Svedi krank ist,... Als wir das dann soweit alles geregelt hatten bekam ich von der nächsten Freundin die Nachricht, dass es ihr nicht gut ging und so ging das irgendwie schon die ganzen Tage vor Latrun. Normal hätte ich unter diesen Umständen vermutlich alles abgeblasen und wäre daheim geblieben, um für die Leute dazusein und ich Svedi so nicht allein lassen wollte, aber ich hatte in allem einen tiefen Frieden und konnte auch mein Handy die Zeit in Latrun getrost auf Flugmodus stellen und nicht erreichbar sein. 

Das war für mich voll das Zeugnis, das Gott echt an meinem Herzen arbeitet und mich echt frei macht von Dingen die mich binden und mir einen echten Frieden in mein Herz schenkt, weil ich meine Liebsten einfach in seine Hand geben kann und mir keine Sorgen um sie machen muss, weil ich weiß, dass er für sie sorgt.

In Latrun bestand mein Tag dann daraus früh aufzustehen und neben den einzelnen Programmpunkten mit Input auf hebräisch (von dem ich vielleicht 3% verstand, was mir jetzt aber auch nicht sooo wichtig war) verbrachte ich meinen Tag mit beten, leckerem Essen, schlafen und Tagebuchschreiben und als ich danach wieder zurückkam, war ich wirklich erholt und gewappnet für die nächsten Tage.

Was wir sowohl in Latrun und auch allgemein die letzten Tage irgendwie sehr nahe war, war meine liebe Omi in Jebenhausen. Während in Jerusalem alles voll und laut ist und kaum grüne, schöne, reine, duftende Natur da ist, ist Latrun das genaue Gegenteil und jedes Mal, wenn ich die Blumen gerochen habe, musste ich an meine Omi denken und hab ich wirklich Lust bekommen im Garten zu arbeiten, Blumen zu pflanzen und so irgendwie etwas zu erschaffen.

Hier lerne ich Blumen und Natur mit ganz anderen Augen, weil sie hier nichts Alltägliches mehr sind, sondern es ein rießen Geschenk von Gott ist so eine Vielfalt und Schönheit sehen zu dürfen, die einem erst bewusst wird, wenn sie nicht mehr alltäglich ist. Ich habe dort auch viel intensiver die guten Düfte und den guten Geschmack von Essen wahrgenommen und ihn geradezu aufgesogen :D

In Latrun hatte ich wirklich die Zeit, zurück zu meinen Wurzeln zu kommen! Deshalb freue ich mich auch schon auf mein nächstes Seminar, das dort am 1. Juni stattfinden wird.

Das Programm... das ich mir erstmal übersetzen lassen musste :D  Von der Sonne geblendet Latrun *__* Blick in der Kirche Sonnenbrand, bei dem man deutlich den Abdruck meiner Sandale erkennt :D

 

Außerdem backe und koche ich die letzten Tage sehr viel und finde einerseits meine Freude daran und andererseits auch viele Freunde, denn für leckeres Essen ist hier so ziemlich jeder allezeit zu haben :D

Das ist auch etwas, das ich total mit meiner lieben Omi verbinde und ich freue mich sehr, dass da von dieser Freude etwas weitervererbt wurde.

Hierbei also ein liebes Grüßchen an dich Omi! Ich hab dich lieb und freu mich, wenn ich zurück bin mal mit dir zusammen gärtnern und kochen zu können ♥ 

ZucchinikuchenSchoko-Nuss-Orangen-Muffins Dampfnudeln mit VanillesoßeSpätzle für den Gaisburger MarschSchupfnudeln

 

 Am Donnerstag bin ich dann ganz spontan mit ein paar Freunden nach Tel Aviv gefahren und es war ein wunderbarer Tag an dem ich wortwörtlich Saltos im Wasser geschlagen habe (oder auch unfreiwilligerweise entsprechend ins Wasser geworfen wurde...). 

  Tel Aviv Yeah habibi Tel AvivFoto bomb beim glücklichen, wiedervereinten, amerikanischen Pärchen Die ganze Truppe Romantischer Sonnenuntergang *__*     

Wie ihr seht geht es mir hier weiterhin seh gut und ich genieße die Zeit, auch wenn ich merke, dass sich mein Blick langsam wieder verstärkt auf Deutschland richtet. Ich mache mir Gedanken was nach Israel ansteht, fange an zu reflektieren und dadurch, dass hier gerade wieder sehr viele Volontäre gehen (Mitbewohnerinnen und von Hagoshrim die nächste Einheit von Volontären) lernt man auch in diesem Bereich Menschen loszulassen und Abschied zu nehmen. 

In Latrun und die letzten Tage habe ich angefangen eine Zwischenbilanz zu ziehen von dem, was ich hier schon erlebt habe und was sich verändert hat und auch von dem, was ich mir für die letzten drei Monate noch wünsche und bereite nebenher natürlich auch ein bisschen meine Rückkehr nach Deutschland vor, denn... 

...in bereits knapp drei Monaten bin ich wieder zurück in Deutschland, bei meinen Wurzeln... ♥

♫This is my prayer in the desert ♪♫

27April2015

Shalom ihr Lieben,

Es wird mal wieder Zeit für einen Blogeintrag :D

In der Zwischenzeit hab ich viel erlebt sei es durch Wüstenwanderungen, das Seminar, Nachtspaziergänge durch Jerusalem oder meinen Aufenthalt im Krankenhaus. Aber der Reihe nach :D

Mitzpe Ramon  Relativ spontan haben Joni, Svetlana und ich beschlossen, dass wir uns ein Wochenende frei tauschen und nach Mizpe Ramon fahren, um dort eine Wüstenwanderung zu machen. So spontan und kurzfristig wie das war hab ich dann auch erst als wir umgestiegen sind erfahren, dass wir nicht nur eine, sondern zwei Nächte dort bleiben und das dementsprechend etwas teurer wird, aber man lernt hier spontan zu sein und zu improvisieren :D

Mitzpe war unglaublich schön! Dadurch dass hier gerade Frühling ist blühen in der Wüste auch Blumen und gibt es wunderschöne grüne Grasflächen, was man an für sich so nicht erwartet. Wir sind eine mittellange Strecke gegangen und als wir auf einem wunderschönen Aussichtspunkt waren, hat ein Mann Joni gefragt, ob er ein Bild und ein Video von ihm und seiner Freundin machen kann und als Joni dann angefangen hat zu filmen, hat er ihr da oben, mitten in der Wüste auf einem Aussichtspunkt einen Heiratsantrag gemacht *____* Es war unglaublich schön!!

 

Sde Boker  Schon 4 Tage später ging es dann wieder in die Wüste auf unser Seminar nach Sde Boker, das nur wenige Kilometer von Mizpe Ramon entfernt ist. Es war total schön wieder die Volos aus Petach Tikvah und Haifa zu sehen, denen man sonst nicht so oft über den Weg läuft. Wir hatten ein wunderbares Seminar mit einem Misch aus Wandern, über die Wüste lernen, Lobpreiszeiten und auch wesentlich mehr Freizeit als beim letzten Seminar, was total gut war um auch mit den anderen Gesprächen zu führen, morgens um 5 den Sonnenaufgang anzusehenn oder abends am Rand zur Wüste noch über Gott und die Welt zu philosophieren.

Krankenhaus  Nur wenige Tage nach dem Seminar bin ich dann morgens mit sehr starken Bauchschmerzen aufgewacht, die irgendwann so stark wurden, dass ich zu einer unserer Krankenschwestern gegangen bin und sie gefragt hab, ob ich etwas bekommen kann. Die Doktorin im Krankenhaus hat mich dann untersucht und mir Medikamente gegeben und Schmerztabletten. Es hat jedoch nichts geholfen und wir sind in die Notaufnahme, wo ich dann von Mittags um 2 bis abends um 9 von einem Test zum anderen gerannt bin.

Ich könnte von dem Krankenhaus hundert Stories erzählen die ich da erlebt hab, werde aber nur eine erzählen die typisch für Israel ist:

Das alles war an einem Freitag und nachdem meine Untersuchungen im unteren Stock alle fertig waren sollte ich noch zu einem anderen Arzt im 10. Stock. Da laufen ziemlich unbequem war, da cih eine Kanüle im Arm hatte da sie mir dadurch Schmerzmittel spritzten, bin ich natürlich zu den Aufzügen gelaufen. Tja, doof nur das Freitag Shabbat ist, heißt so viel wie: "Man darf keinen Aufzug bedienen weil das Arbeit ist" im Klartext: Die Aufzüge sind abgestellt und ich durfte in den 10. Stock laufen, was in meinem Zustand ned so witzig war umd ann über ne halbe Stunde über sämtliche Stationen und Etagen geschickt zu werden, weil die Leute keine Ahnung haben wo der Arzt zu dem ich muss eigentlich ist.... :D

Sie waren sich zum Schluss trotzdem nicht ganz sicher ob ich eine Lebensmittelvergiftung oder eine Magenschleimhautentzündung hatte, haben mir aber sicherheitshalber mal ordentlich Antibiotikum verschrieben.

Daraufhin war ich die nächsten 3 Tage im Drogenrausch, weil das Antibiotikum mich vollkommen beflügelt hat und ich irgendetwas zwischen total fertig, wahnsinnig, kreativ und angsteinflößend war, dass ich in einem relativ klaren Moment zum Arzt vom Krankenhaus gegangen bin und ihn gefragt hab, ob ich das wirklich 7 Tage nehmen muss, da zwei Tage später meine Familie kommen wollte, und ich zu nichts fähig war (So leider auch den Palmsonntag in Jerusalem im Bett verbracht hab der WIRKLICH spektakulär war!). Nachdem ich sein o.k. hatte, hab ich sie dann ab dem vierten Tag abgesetzt und war dann bis Mitternacht wieder vollkommen bei mir, sodass ich meine Nachtschicht arbeiten konnte.

Und am nächsten Tag war dann der große Tag gekommen *______*

Familie  Meine Familie war da!! Zumindest ein Teil ;)

Und es tat so gut sie alle wiederzusehen, auch wenn es irgendwie komisch war, weil sie nie Teil von meinem Leben hier vor Ort in Israel waren.

Wir sind richtig viel gereist und haben richtig viel gesehen, wovon ich euch einen Schnellüberblick in Bildern gebe. Ich hab die Zeit sehr genossen, weil Familie einfach Familie ist und absolut unersetzbar <3

Für mich war es voll gut, eine Rückmeldung von meiner Heimat zu bekommen, wie sie mein Leben hier wahrnehmen, wie sie mich wahrnehmen und auch in den Beziehungen zu merken, wie sie sich geändert haben.

Ganz krass ist mir das mit meinen Eltern aufgefallen, weil ich hier mein Leben selbst gestalte, selbst meinen Haushalt führe, selbst mein Geld verwalte, selbst entscheide was ich mache und alles was ich ausgebe selber zahlen muss. Als meine Eltern da waren, hatte ich wieder die Rolle der Tochter, die für mich total ungewohnt war, weil man einerseits ganz viele Pflichten nicht mehr hat, aber auf der anderen Seite auch einige Freiheiten :D Glaube das wird auch ziemlich spannend wenn ich heimkomme, mich dort in meinen Rollen wiederzufinden, bzw. die Rollen von hier wieder loszulassen.

Ganz witzig war auch, dass zu dieser Zeit Pessach war, heisst es gab nirgends in Israel Brot, sondern nur Matzen. Falafel essen war also nur im arabischen Teil möglich :D 

Edles Essen, Nachtisch Israel aus dem Jahr 2014! Der Baum vor unserem HostelEndliche wieder top-gestylte-Frisuren bei meiner SuperfrisöriinTel AvivShopping *__*ESSEN!!!        

Zedernabend Dadurch dass ich mit meiner Familie viel unterwegs und körperlich noch nicht wieder auf dem Damm war, hab ich die Tage nach ihrem Aufenthalt erstmal nichts gemacht außer Arbeiten, Essen, Schlafen, um meinen Körper wieder gesunden zu lassen :D

Ausnahme dabei war der Zedernabend in der Jugend der King of Kings. Wir haben dabei nach jüdischen Traditionen den Zedernabend gefeiert und es war total beeindruckend und hat mich echt zum Nachdenken gebracht, weil dadurch die Geschichte der Bibel echt nochmal viel tiefer begriffen und verinnerlicht werden und wir ja eigentlich auch heute noch die jüdischen Feste feiern sollen wie zum Beispiel Pessach (worüber wir auch eine super Predigt in der King of Kings hatten) und ich mir wirklich überlege, ob ich in Deutschland die Feste nicht auch irgendwie in mein Leben miteinbinden will.

Arbeit Auf meiner Arbeit gab es in letzter Zeit sehr viele Veränderungen. Neben den Sternchenschichten und verschiedensten Veränderung des Arbeitsplansversuchen (weswegen grade allgemein ziemlich Verwirrung auf der Seite der Volontäre und Worker herrscht, weil keiner weiß, was er jetzt genau auf C-side wann tun woll und wie und was er lassen soll,...). Außerdem wurde jetzt ein Heilungsgarten eingeweiht, der echt nett aussieht, wo man mit den Patienten hingehen kann oder selbst einfach zum entspannen und abschalten.

Außerdem hat eine arabische Nurse von uns geheiratet. Leider fand die Hochzeit in Bethlehem in der Nativity Church statt, was bedeutet, dass es in der Westbank ist und ich nicht hingehen konnte. Dafür war ich dann erstmal "Frustshoppen" und das sehr produktiv... :D

 

Wadi Qelt  Dafür ging es nur wenige Tage später ins Wadi Qelt in der Westbank. Und jetzt, man höre:

Nachdem wir bei der Hinfahrt nicht sicher waren ob wir richtig sind, dann erstmal den falschen Weg genommen haben und uns anschließend nie sicher waren ob wir noch richtig sind, haben wir uns heillos im Wadi verlaufen und sind über Stunden herumgeirrt, Berge bei praller Sonne hochgekrakselt um an irgendeiner Siedlung rauszukommen wo man uns erklärte, dass es keinen direkten Weg zurückgibt... Gott sei dank haben wir dann aber einen Mann getroffen, der direkt dort wohnte und anbot, mit seinem Audi A5 unsere Leiterin zurück zum Auto zu fahren, das Auto zu holen, sodass wir dann heimkonnten (Joni hatte noch eine halbe Stunde bis er arbeiten musste und ich musste auch bald arbeiten). Der Typ der Jonathan hieß war dann auch noch super reich wie wir feststellten als wir in seinem Garten entspannen durften mit Überwachungskamera, Pool, Außendusche,... und als sein Sohn heimkam und da uns im Garten sah, sich von unserklären lies was wir da machen uns anschließend ein Glas Wasser anbot. 

Jonathan war ne dreiviertel Stunde unterwegs um das Auto zu besorgen und sein Sohn bietet uns sofort was zu trinken an. Ich war echt stark beeindruckt von der Großzügigkeit und Freundlichkeit mit dem einem hier begegnet wird.

Als wir dann das Auto hatten und uns auf den Rückweg machen hatten wir uns auch peinlicherweise erstmal wieder verfahren, kamen wieder an dem Haus vorbei an dem Jonathan noch stand und uns dann auf die GAAANZ langsame, für superblöde Art erklärt hat, wie wir wieder nach Jerusalem kommen :D

Ich war sooo froh, als ich endlich wieder im French war!!! Aber das Wadi hat sich definitiv gelohnt!!

 

Die Israelis und das Feiern  In Israel sind gerade sehr viele Gedenk- und Feiertage an denen auch mal die Sirenen ertönen. So waren in den letzen paar Tagen der Gedenktag an den Holocaust, bei dem im ganzen Krankenhaus auf der Arbeit für 2 Minuten alles gelassen wurde und man nur dastand und an die Opfer gedacht hat, dann der Gedenktag für die gefallenen Soldaten und anschließend ein rießen Feiertag: Der Tag der Staatsgründung Israels!! Das war ein Feiertag!!!

Überall waren die Leute auf der Straße, es wurden Flugshows mit Flugzeugen gemacht, blinkende Dinge ohne Ende verkauft, sich mit aus Luftaufgeblasenen Hammern verprügelt und Rasierschaum Schlachten gemacht, Musik gespielt, gefeiert und getanzt,... Es war ein richtig krasses und bewegendes Erlebnis. Mich hat auch der Nationalstolz voll beeindruckt, weil man das in Deutschland meistens nicht so lebt, solang es nicht um Fußball-Weltmeisterschaften geht ;)

Muchachas  Mein Englisch wird gerade übrigens wieder richtig aufgebessert, weil ich sehr viel mit Emily (SEHR klassischer Britin der Tee und die Queen sehr wichtig sind ;)) und Kaela (Amerikanerin die ohne Erdnussbutter und Proteine aufgeschmissen ist) unternehme. Die zwei sind einfach der hammer und ich kann jetzt schon ganz tolle typisch amerikanische Sprichworte und verbessere nebenbei durch viele gemeinsame Frühstücks- und Kochaktionen meine Kochkünste :D

 Ansonsten waren natürlich auch andere Vorhaben wie Fast&Furious 7 im Kino anschauen, Geburstage und Picknicks dabei :D

 

In 6 einhalb Stunden fährt dann mein Bus nach Eilat, wo ich bis Donnerstagabend Urlaub machen werde. 

Davon erfahrt ihr dann im nächsten Blogeintrag :D

Bis bald,

Eure Bea

Ich wollte ja mal bissel regelmäßiger schreiben... :D

09März2015

Das zweite Fest im ersten Quartal dieses Jahres (nach TubiShevat) ist Purim.

Als viele Juden in der persischen Diaspora waren unter Ahasveros, wollte Haman alle Juden umbringen, da Mordechai (der Cousin von Königin Esther) nicht vor Haman niedergekniet war. Nach fasten und beten geht Esther zum König, die Intrige Hamans wird aufgedeckt und die Juden besiegen ihre größten Gegner. (Nachzulesen im Buch Esther oder wer ne Zuammenfassung will: Internet ist da ganz hilfreich :D)

Hier wird an Purim das gesamte Buch Esther gelesen und man darf theoretisch kein Wort verpassen. Jedes Mal wenn das Wort HAMAN vorkommt, wird geklappert, gerasselt oder "BUUUUUUUUUUUUUH" geschrien, während bei Mordechai und Esther oft geklatscht und gejubelt wird.

Tradition ist auch, dass man Armen und Freunden (super Zusammenhang!!) mindestens zwei Mahlzeiten schenkt.

Purim ist jedoch auch mit Fasching zu vergleichen, denn die Leute verkleiden sich, weil Gottes Name im Buch Esther kein einziges Mal vorkommt, man jedoch trotzdem sein Wirken deutlich sehen kann. Er versteckt sich also quasi, deshalb wird sich verkleidet.

Um das ganze dem europäischen Fasching und Karneval auch im Bezug auf Alkohol anzugleichen gilt bei den jüdischen Gelehrten folgende Regel: "Jeder muss so viel Wein trinken, bis er nicht mehr unterscheiden kann zwischen ‚Verflucht sei Haman‘ und ‚Gelobt sei Mordechai‘“. Zudem muss man nch möglichst viele Trinksprüche loslassen und natürlich Hamansohren essen.

Während in den kleineren Städten Purim am 05.03. ist, ist es in Jerusalem am 06.03., weil sich die Bewohner von Susa nicht nur einen, sondern zwei Tage verteidigen durften.

Wir haben im French am 05. morgens unsere kleine Purim-Party gefeiert, die einfach wundervoll war! Wir als Volontäre haben zwei typische Purimlieder gesungen, die Frau eines Patienten hat einen Bauchtanz vorgeführt (obwohl sie echt alt ist kann sie das hammer gut und hat das in New York und Paris gelernt!!!) und weitere musikalische Beiträge haben das Programm abgerundet. Natürlich wurden auch alle unsere Patienten verkleidet :D

Am gleichen Abend sind wir dann nach Haifa gefahren, weil eine Freundin ihren 19.Geburtstag gefeiert hat und haben dort reingefeiert und sind somit dem absoluten Chaos in Jerusalem ein bisschen entflohen :D

Als wir am nächsten Tag wieder zurückkamen, ging trotzdem noch die volle Sause ab :D

Die katholische Schwester die in meiner WG war ist jetzt mittlerweile ausgezogen und dafür ist eine Engländerin gekommen (Emily) die echt nett ist. Sie ist echt ne klassische Engländerin die sogar schon den Mann der Queen kennengelernt hat und mit ihm gequatscht hat.

Außerdem haben wir gerade zwei deutsche Nurses da, von denen eine in einem deutschen Hospiz arbeitet. Die beiden sind echt witzig und aufgeweckt, aber müssen erstmal schlucken darüber, wie das hier alles läuft. Vielleicht können sie ja hier auch noch ein bisschen was verändern :D

Ich persönlich zieh jetzt morgen erstmal innerhalb meiner WG um und zwar in das Einzelzimmer, mit einem kleinen Balkon *_____*

Während diesen Monat noch einige weitere Neue kommen, gehen jetzt auch Laure (siehe meine erste Nachtschicht), Jana (mit der wir immer gekocht haben) und Maggie (auch von meiner Organisation) :( Sind also in einem beständigen Wechsel!

Hier wirds langsam richtig heißt, und man geht im Dach sogar in Top und "kurzer Hose" ein, auch wenn die Sonnenstrahlen einem echt "das Herz erwärmen".

Unser aktueller Zustand :D

Mittlerweile zähle ich auch schon den Countdown bis meine liebsten Eltern und meine Beccy mich besuchen kommen *___*

Hoffe euch daheim gehts allen gut und ich wünsche meinen lieben angehenden Abiturienten einen ruhigen Kopf, viel Weisheit und unverschämt viel Glück :D <3 Haut rein! 

 

Bald schon Halbzeit...

01März2015

Schon wieder ist fast ein Monat vorbeigegangen und die Zeit rast mal wieder unglaublich :D

Ich glaub, dass das was ich so gemacht hab ist am einfachsten in Bildern wiederzugeben, deshalb hier ein kurzer Überblick, was im letzten Monat bei mir los war:

 (Maggie trägt immer Kleidung aus dem Krankenhaus, deshalb der Dresscode, von dem sie allerdings nichts wusste, aber natürlich trotzdem passend gekleidet ankam :D)

 

(Gloria habe ich vor 4,5 Jahren in Israel bei meinem ersten Aufenthalt dort kennengelernt. Sie kommt ursprünglich aus Amerika, lebt jetzt allerdings in Israel, geht dort zur Schule und bald auch in die army)

 (Das war der Abschied von Freya (siehe letzter Blogeintrag) und Jana (am Tischende) geht auch bereits in 9 Tagen)

 

Direkt bevor wir nach Tabgha gefahren sind hatten wir eine Nachtschicht in der eine Patientin gestorben ist und so hab ich zum ersten Mal in meinem Leben einen toten Menschen gesehen und diesen vorbereitet und in "den Kühlschrank" gebracht.

Ich war überrascht, dass es mir überhaupt nicht schwer fiel das zu tun, weil man sich mittlerweile echt an den Tod gewöhnt hat, und ich bei dieser Frau froh war, dass sie gestorben ist, weil sie einfach unglaublich viele Schmerzen hatte.

Unsere Todesliste ist jetzt mittlerweile auch schon auf 22 Leute angestiegen.

Hier im Krankenhaus stehen wegen dem Gesundheitsministerium wieder einige Veränderungen an. So wurden jetzt die Sides getrennt, wir haben andere Schichten und damit auch etwas andere Arbeitszeiten seit diesem Monat. Ich bin gespannt, wie das dann alles so wird und ob das soweit funktioniert. Immerhin bekommen wir neben diesen teilweise ziemlich ätzenden Veränderungen durch eben dieses Ministerium besseres Essen, was nicht heißt, dass das Essen jetzt gut wäre, aber etwas abwechslungsreicher :D Und wir werden extrem viele Volontäre. Es gab im French noch nie so viele Volontäre wie jetzt und diesen Monat kommen nochmal einige Neue. Wir sind dann um die 35 Volontäre!!

 Allgemein hab ich den letzten Monat wieder viel mitgenommen und er war super schön. Ich liebe meine Arbeit immer mehr, sie macht mir immer mehr Freude und ich verstehe mich immer besser mit den Patienten.

Ich habe die Entscheidung getroffen, meine Arbeit zu lieben, unabhängig davon wann, mit wem und wo ich arbeite und seitdem hab ich total die Freude dabei, unabhängig von diesen Faktoren und das ist total die Bereicherung!!

Eine ganz tolle Neuigkeit ist auch, dass ich in 9 Tagen ein eigenes kleines Zimmer hab, dass dann zwar direkt am Wohnzimmer liegt und man viel von da mitbekommt, in dem ich allerdings alleine bin, einen kleinen Balkon habe UND keine schnarchenden Mitbewohner mehr, obwohl die jetzt auch vor drei Tagen ausgezogen ist und dafür heute eine Engländerin in unser Appartement kam.

Doch die beste Neuigkeit ist, dass es nur noch einen Monat dauert, bis meine Eltern und Beccy mich besuchen kommen und ich freu mich jetzt schon unendlich darauf!!!

Ich werde jetzt dann auch mal schlafen gehen, denn aufgrund der neuen Arbeitszeiten klingelte mein Wecker heute um 5 Uhr und morgen um 5.30 und ich bin unglaublich müde.

Also: Layla tov!! (Gute Nacht)

Eure Bea

 

PS: Da ich die letzten Tage von so vielen Leuten erfahren hab, dass sie italienisch sprechen und ich ihnen das nie zugetraut hätte, ich aber keinen einzigen Satz mehr auf italienisch sagen kann, weil mein hebräisch mein italienisch ersetzt (und auch mein hebräisch ist absolut nicht gut), hab ich beschlossen es wieder zu verbessern... indem ich jeden Tag eine Folge Heidi auf italienisch anschaue! Allein das Intro in Youtube!! Bin ich froh dass ich deutsche bin, denn abgesehen davon, dass der Text des Liedes auf italienisch ein ganz anderer ist als auf deutsch, klingt es einfach mega... naja... ach, hört es euch einfach selbst an :D

 

PPS: Dank der oben erwähnten Jana hatte ich unglaublich professionelle Hilfe beim Schreiben von Anschreiben und hab somit auch angefangen mich zu bewerben, weil mir im letzten Monat auch bewusst geworden ist, dass das internationale und die vielen Fremdsprachen wirklich mein Ding sind :D Danke nochmal <3

 

PPS: Im Hauskreis war beim letzten Input das Thema Jesus als das Brot des Lebens. Es wurde um Freiwillige gebeten... Da lässt man seine Hauskreisleute mal einen Moment aus den Augen und schon kommt das dabei raus!!

 

PPPS: This is Kaela, America, Colorado. Nothing more to say... :D

 

Ein wunderschöner Monat :)

07Feb2015

... nationale Krisen und Schneefrauen

Alle Medien waren voll davon, über keinen Terroranschlag wurde so viel berichtet, die Menschen deckten sich auf dem Schukk mit unendlich vielen Lebensmitteln ein, die Straßen nach Jerusalem wurden gesperrt, Schulen und Universitäten geschlossen DENN es gab 10mm Schnee auf den Golanhöhen!! Kein Witz!! Als klar war, dass es in Jerusalem schneien würde, wurde alles lahmgelegt. Hier im Krankenhaus wurden Ärzte und Worker einquartiert und es gab eine rießen Panik und alles, bevor es hier überhaupt angefangen hatte zu schneien!! Es war einfach so krass zu sehen, dass Terroranschläge hier schon vollkommen normal sind, während in Deutschland eine Massenpanik ausbrechen würde, aber mit Schnee ist man vollkommen überfordert (es gibt nur zwei Schneeschieber in ganz Jerusalem).

Svedi und ich haben erstmal nachts eine Schneefrau gebaut :D

... reich beschenkt

Nachdem die Post dann endlich wieder lieferte, bekam ich ein RIEßEN großes Päckchen, dank dessen Inhalt ich jetzt auch Spätzle machen kann! Das ist einfach erwähnenswert, denn es handelt sich um SPÄTZLE!!!

Und ich hab mir eine hebräisch-englische Bibel gekauft, die mir sehr viel Freude macht. Mein hebräisch ist noch nicht wirklich gut, aber man sollte die Bibel wirklich auf hebräisch lesen können, weil da Buchstaben und Worte und ihre Anordnung eine viel tiefere Bedeutung haben und viel zu oft verschiedene Namen Gottes, die verschiedene Facetten von ihm betonen einfach nur mit Gott übersetzt, wodurch sehr viel von der eigentlichen Botschaft verloren geht! Deshalb ist es schön nachlesen zu können, was dort eigentlich steht :D

Ein GANZ wichtiges Event war natürlich auch der Geburtstag von Johanne!!! Die ist jetzt auch schon 20... Die Leute werden alt hier!!! ;)

... die Westmauer

Langsam bekomme ich auch immer mehr von der Kultur mit. Als ich mich mit zwei Freundinnen in der Stadt traf und wir zufällig noch anderen Volos von unserer Organisation (das passiert einem ständig!!) über den Weg gelaufen sind, waren an der Klagemauer richtig viele Soldaten!! Ich habe dann einen gefragt, ob etwas Besonderes sei und er antwortete mir, dass sie ihre Vereidigung haben. Dieser Soldat ist Australier und nur weil er israelische Wurzeln hat leistet er hier drei Jahre seinen Wehrdienst ab. Freiwillig!!!!! Also bin ich abends nochmal wiedergekommen und habe mir die Vereidigung angeschaut. Es war echt beeindruckend und ein rießen Fest mit sehr vielen Leuten!! Ich weiß nicht ob es in Deutschland ein vergleichbares Ereignis gibt, weil das hier WIRKLICH sehr wichtig ist!

Am nächsten Abend bin ich mit Freya und Jana wieder an die Klagemauer, weil Shabbatbeginn war und ich einmal sehen wollte, wie das dort gefeiert wird. Wir wurden dann prompt zu einem Shabbatessen eingeladen mit einem 4 Gänge Menü das einfach umwerfend und beeindruckend war. Es ist so cool, dass es hier total normal ist einfach fremde Menschen zum Abendessen einzuladen und mit ihnen Shabbat zu feiern! Das lieb ich hier einfach :D

... wir finden unsern Weg!!

Als Svedi und ich gegen Ende des Monats dann ein paar Tage frei hatten, beschlossen wir noch nach Haifa zu gehen und dieses Mal waren wir motiviert auch ein bisschen was zu unternehmen und uns anzuschauen und nicht nur auf dem Sofa rumzuhängen :D So waren wir erst in Haifa unterwegs und haben den Schukk dort, die German Colony und die St. Louis Promenade angeschaut, und am anderen Tag sind wir mit dem Zug nach Akko gefahren. Das war auch ne witzige Aktion für sich, weil als wir aus dem Zug ausgestiegen sind, wir keine Ahnung hatten wohin es zur Altstadt geht und wir einfach mal nach Lust und Laune raus in eine Richtung gegangen sind und wir sind tatsächlich angekommen, weil irgendwann dann doch Straßenschilder auftauchten! Da sag noch einer wir hätten keinen Orientierungssinn ;)

Akko an sich war einfach nur traumhaft zu besichtigen *__*

 

 

...Auftritte und verpasste Einsätze

Als wir zurückgekommen sind, sind wir dann direkt zu einer Veranstaltung vom Wohlfahrtsministerium gegangen, bei dem 30 Jahre diplomatische Beziehungen von Israel und Deutschland und 50 Jahre deutsche Volontäre in Israel gefeiert wurden. Von sämtlichen Ländern waren Vertreter da. Wir sollten von unserer Organisation aus zwei Lieder singen und während beim ersten der Anfang etwas verpeilt wurde, klappte das zweite Lied echt super und es hat echt Spaß gemacht!! Abends sind wir dann gemeinsam noch etwas trinken gegangen und dabei hab ich drei israelische Mädels kennengelernt. Die Menschen hier sind einfach wirklich so offen, dass es einfach ist, jemanden kennenzulernen. Und sie laden einen auch oft ein, mal bei sich zum Shabbatessen vorbeizukommen.

...geistige und körperliche Fitness

Anfang Februar hab ich mich mit Johanne im Fitnessstudio angemeldet, aufgrund zunehmender Rückenschmerzen und dem Gewicht, dass man bei dem fettigen Essen zunimmt :D Mir gefällt es richtig gut dort! Es ist total nah und ich merk dass es mir einfach echt gut tut mich zu bewegen und verbringe da gerne Zeit :D Und abends lieg ich dann im Bett und frag mich, wo meine Rückenschmerzen sind!! War echt cool zu merken, dass sie weg sind!!

Unser Hauskreis wird jetzt ab nächster Woche in drei Kleingruppen aufgeteilt und dann ist immer abwechselnd pro Woche Kleingruppe oder alle zusammen. Ich leite mit Tim eine Gruppe und freue mich schon voll auf die Zeit, weil wir zu siebt in der Gruppe sind und man dann echt auch persönlicher über Dinge spricht, was eben in einer so großen Gruppe nicht möglich ist.

...time to say goodybye :(

Ich bin jetzt schon drei Monate hier und mir gefällt es immer noch super. Dass ich drei Monate hier bin bedeutet allerdings auch, dass die Auguststarter schon 6 Monate hier sind und die ersten wieder heimgehen. Deshalb hieß es jetzt schon von den ersten Leuten Abschied nehmen. Einer davon ist in meiner Einrichtung und wir haben es aber noch hinbekommen Bilder zusammen zu machen und wie die Tradition des French verlangt, wurde er vor seinem Abschied erstmal geshowert :D Ich würde euch liebend gern das Video reinstellen, weil es ein einfacher Spaß war, aber ich kann hier keine Videos posten :(

Auch eine sehr gute Freundin von mir ist gegangen, Johanna, die mir hier echt super ans Herz gewachsen ist und die mir fehlen wird. Wir haben die letzten Tage noch viel zusammen gemacht, sie war der erste Übernachtungsgast bei Svedi und mir und ich freu mich schon auf ein Wiedersehen in Deutschland!!

... genau am richtigen Ort

Während ihr bei euch in Deutschland im Schnee versinkt, haben wir hier wunderschönes Sommerwetter und können sogar schon im T-Shirt draußen herumlaufen *____* Bin echt froh, hier in Israel zu sein und nicht im kalten Deutschland :D

Sende euch liebe Grüße<3

Eure Bea

 

♫ And a happy New Year ♪

03Jan2015

Hallöchen ihr Lieben ;)

Ich hoffe ihr habt ebenso wie ich die Feiertage genossen und gut überstanden, auch wenn jetzt die Hosen wieder ein bissel spannen :D

Bei mir ging es nach dem Bejt Jala Seminar erstmal wieder weiter mit arbeiten und einem zurückkommen in den normalen Alltag.

Ich hatte im Dezember meine ersten Nachtschicht und habe gemerkt, dass ich Nachtschichten echt gerne habe. Und da nachts nicht so viel im Krankenhaus los ist, hat man die Gelegenheit alles mal auszuprobieren, was man schon immer mal probieren wollte und wenn man dann noch mit zwei Volos arbeitet, die einfach mega gut drauf sind,... Die Bilder sprechen für sich :D

Im Judentum gibt es ja kein Weihnachtsfest, aber parallel zur Weihnachtszeit ist dort Chanukka, das Lichterfest. Deshalb haben wir im French zusammen mit unseren Patienten eine Mischung aus Chanukka und Weihnachten gefeiert und wir Volontäre haben auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Hebräisch Weihnachtslieder gesungen :D Das war total schön und teilweise hat es auch nicht ganz so perfekt geklappt, aber wichtig war, dass die Patienten und Angehörigen die an diesem Tag alle da waren sich sehr darüber gefreut haben und es genossen haben.

An einem freien Wochenende, dass Svedi und ich uns geplant hatten, wollten wir eigentlich ein bisschen weg fahren zum Beispiel an den See Genezareth, aber dadurch, dass wir so geschafft waren vom Arbeiten, sind wir in Jerusalem geblieben. In Jerusalem haben wir allerdings das Wochenende bei Freunden aus unserer Organisation verbracht um einfach mal ein bisschen rauszukommen und ein bisschen Abstand von der Arbeit zu haben.

Dabei haben wir einen schönen Spaziergang gemacht und das erste Mal seit langem wieder grünes Gras gesehen, dass man wirklich als grün bezeichnen konnte!!! Tat irgendwie voll gut :D

Am nächsten Tag waren die ganzen Volontäre vom French (ca. 40) von einem Armenier zum Essen eingeladen worden, da er ein paar Volontären mit Patienten um das Krankenhaus hat laufen sehen und ihn das so berührt hatte, dass er die Patienten einladen wollte, als unsere Oberschwester ihm dann jedoch sagte, dass das vermutlich etwas schwer sei (viele von ihnen können nicht mehr essen) und wenn er etwas Gutes tun wolle, er doch die Volontäre einladen solle, hat er daraufhin alle Volontäre eingeladen. Und das Essen war wirklich unglaublich fantastisch!!!

  

Nur drei Tage später gab es dann auch schon das Weihnachtsfest von unserer Organisation, bei dem wir zuerst Lobpreis gemacht haben, eine kurze Andacht hatten, dann gab es Essen und anschließend wurde das WG-Wichteln aufgelöst (wir bekamen ein Frühstück am Strand von Haifa geschenkt und selbst schenkten wir der WG in der wir am Wochenende davor zu Besuch waren Verstärker, weil die so gerne Musik hören) und jeder von uns bekam ein Handtuch. Das coole bei dem Handtuch war, dass jeder den Namen von einem anderen gezogen hat, dann dessen Handtuch finden musste (die Namen waren auf HEBRÄISCH geschrieben!!) und ihm dann das Handtuch übergeben sollte mit einem Segen oder einfach guten Worten.

Das Weihnachtsfest war total schön, aber es war auch das erste Mal in Israel, wo ich so richtig Heimweh bekommen hab! Aber als ich danach mit meiner Familie noch geskypt hab und wir Weihnachtslieder mit Blockflöte gesungen haben, ging es mir gleich wieder viel besser, weil man sich dann doch als Teil der Gemeinschaft gefühlt hat!

Habe übrigens mittlerweile meine ersten Briefe und Päckchen bekommen und mich mega darüber gefreut!!! Es ist so schön Nachrichten aus Deutschland zu erhalten!!!

Zwei Tage nach Weihnachten haben wir dann als Volontäre vom French noch zusammen Weihnachten gefeiert und der ursprüngliche Plan war, dass jede WG etwas kocht oder backt, aber das hat nicht so ganz funktioniert weil erstens einige Volontäre nicht da waren und zweitens viele gearbeitet haben. Also wurde nur ein bisschen Nachtisch vorbereitet, Salate aus der Küche genommen und Pizza bestellt! Es war ein schöner Abend, auch wenn ich danach noch Nachtschicht hatte :D

So und jetzt kommt nochmal was richtig cooles!! Ihr wisst ja mittlerweile glaub ich alle wer Svedi ist und ihr Bruder und ich haben organisiert, dass er nach Israel kommt und so ziemlich jeder von den Volontären, den Schwestern und den Hagoshrimlern wusste dass er kommt, außer Svedi . Und als ich sie dann von ihrer Schicht am nächsten Tag weggelockt hab und sie ihren Bruder wiedergesehen hat, das war wirklich das größte Weihanchtsgefühl überhaupt! 

Dementsprechend haben wir dann auch wieder so klassische Aktionen wie die Altstadt besichtigen, an die Westmauer gehen, ... gemacht, was voll cool war :)

So und zu Beginn des neuen Jahres ging es dann nach Petach Tikva in der Nähe von Tel Aviv, wo wir bei den Altenheimern (auch von Hagoshrim) zu Gast waren und mit vielen anderen Hagoshrimlern und Freunden zusammen Silvester gefeiert haben. Es war total schön und wir waren halt einfach mal wieder ne Stunde schneller als ihr :D

Zum krönenden Abschluss sind wir dann am nächsten Tag noch nach Tel Aviv gefahren und weil alle baden wollten, wir aber teilweise keine Badesachen dabei hatten, ging es mit voller Montur ins Meer!

Was gibt es schöneres als das neue Jahr mit einem kalten Bad in hohen Wellen am Jerusalem Beach zu starten?? Es war mega!!

Das wars dann auch schon wieder von mir :D Schade, dass ich hier keine Videos reinstellen kann, sonst könnte ich euch unsere schönen Gesänge von chanukka oder Weihnachten zeigen, aber so muss das nunmal warten, bis ich wieder in Deutschland bin.

Zum Schluss noch ein paar bilder vom Leben zwischendurch :D

 

Gruß und Kuss,

Bea

 

Bejt Jala

12Dez2014

Hallo ihr Lieben,

Mittlerweile ist wieder viel passiert und ich möchte besonders von meinem Seminar in der Westbank einen Einblick geben, weil das während meiner Zeit in Israel das einzige Mal war, ist und sein wird, dass ich mich dort aufhalte.

Bevor ich auf das Seminar gegangen bin, war im French eine recht spannende und herausfordernde Zeit aufgrund drei verschiedener Dinge:

Als erstes ist bei uns durch die Decke Wasser getropft und niemand wusste woher es kommt, da über uns noch ein Stock und eine WG ist und dort nichts naß ist, dort aber auch keine Wasserleitungen verlaufen und von daher ist das alles noch recht merkwürdig. Momentan tropft immerhin kein Wasser hindurch, aber der rießen nasse Fleck ist leider immer noch da.

Als zweites hatten wir ein Gespräch mit der Schwester die für uns zuständig ist, da wir in der Wohnung keine Löffel (weder große noch Teelöffel), fast keine Messer, 3 Gläser für die gesamte Wg und weitere wichtige Dinge einfach nicht hatten. Svedi und ich haben dann beschlossen, dass wir die zuständige Schwester zum Kaffee einladen umd das mit ihr zu bequatschen. Die Reaktion unserer Mitvolontäre und Mitbewohner war, dass sie wissen wollten, wann wir mit ihr sprechen, um zu dieser Zeit nicht in der Nähe zu sein, weil viele von ihnen schlechte Erfahrungen mit ihr gemacht haben, Dinge die sie brauchten nie bekommen haben oder erst nach einigen Monaten.

Wir haben davor echt gebetet und Gott gebeten, dass er uns die richtigen Worte in den Mund legt und siehe da, wir haben alles bekommen was wir wollten (bis auf einen Wasserfilter, weil das nicht in ihrer Macht stand, wir dafür aber diesen von unserer Organisation bekommen haben) und das sogar noch am gleichen Tag!! Das war echt klasse!

Und als drittens sind 5 Patienten innerhalb von 9 Tagen gestorben, was voll krass war, da in den ersten 5 Wochen nur eine Patientin gestorben ist und dann in so kurzer Zeit so viele (mittlerweile sind nochmal 2 gestorben).

Mittlerweile wird es schwerer damit umzugehen, weil man die Patienten kennt, etwas mit ihnen verbindet und wenn dann das Bett aufeinmal leer ist oder plötzlich jemand anderes darin liegt, fühlt sich das schon komisch an!

So ging es also nach Bejt Jala:

Am Morgen bevor das Seminar begonnen hat, waren 21 Volontäre von uns noch Paintball spielen. Dazu gibt es nicht wirklich etwas zu sagen, außer dass es richtig super war und ich einen fetten blauen Fleck mitgenommen habe :D

Das Programm für Bejt Jala stell ich euch hier einfach mal rein:

Wie ihr seht haben wir viel unternommen und es war extrem viel interessantes dabei!

Es war richtig schön alle wiederzusehen und mit ihnen zusammen was zu unternehmen und ich muss echt sagen, dass unsere Gruppe einfach der hammer ist! Umso trauriger war die Verabschiedung am Schluss, weil einige eben schon im Februar leider wieder gehen :(

Insgesamt war das Seminar sehr verwirrend! Nachdem wir beispielsweise bei Dahers Weinberg waren, hat uns die Islamwissenschaftlerin, die bei uns immer dabei war, erklärt, dass sehr viel von dem, was wir von ihm gehört hatten, nicht wahr ist, beziehungsweise aus dem Zusammenhang gerissen war oder er wichtige Zusätze einfach verschwiegen hatte.

Das war bei ganz vielen Programmpunkten so, sodass man zum Schluss wirklich nicht mehr wusste, wem man eigentlich glauben sollte und was eigentlich richtig ist.

Das spiegelt sehr gut diesen Israel - Palästina - Konflikt wieder. Man erfährt nirgendwo die ganze Wahrheit und kann fast nichts von dem glauben, was einem eigentlich gesagt wird, allerdings von beiden Seiten. Deshalb seit auch ihr ermutigt, nicht alles zu glauben was in den Medien über Israel und beide Seiten berichtet wird, weil viel einfach nicht wahr ist, oder aus dem Zusammenhang gerissen.

Ich habe von dem Wochenende in politischer Hinsicht vor allem mitgenommen, dass ich Dinge die ich höre nicht sofort glaube und mich auf Informationen absolut nicht verlassen kann und immer ein Stück Abstand zu allem Gehörten halte. Ich glaube, das war echt gut so :D

Hier noch ein paar Impressionen vom Seminar! Fast keines von den Bildern habe ich gemacht, sondern von lieben Freunden geschickt bekommen, da ich super-Schlaubi den Akku meiner Kamera geladen hab und meine Kamera auch dabei hatte, den Akku allerdings daheim im Ladekabel zurückgelassen habe :D

Unterirdische Zisternen bei der Hirtenwiese

Dina <3

Die Weihnachtsgeschichte auf der Hirtenwiese hören...

... bei über 20 Grad ist es da schwierig das weihnachtliche feeling zu bekommen :D

Arianöööö (mit Fotobomb von Laui)

Herodion mit Korki :D

 

Mauerbilder

 Bethlehem         

   

Kurz bevor wir Svedi in einem Video mit kaltem Wasser geduscht haben... :D

Rückfahrt Bejt Jala

So und zu den anderen Hauptaktionen in meiner Freizeit einen kurzen Überblick:

 

Arbeiten mit dem Weihnachtsbaum im French

Never be silent

Die Mauer

In den nächsten Tagen steht wieder viel auf dem Programm, sodass ich euch nach Weihnachten wieder viel erzählen kann :D

Leider muss ich die Feiertage über arbeiten, was eine Umstellung im Vergleich zu Deutschland ist, umso mehr freue ich mich auf das Weihnachtsfest mit meinen Mitvolontären von Hagoshrim!

Wünsche euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!

Mit lieben Grüßen,

Eure Bea    

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